ABB FlexPicker und VARO verpacken über 350.000 Makrelendosen pro Tag

Automatische Verpackung von über 350.000 Makrelendosen pro Tag

Saeby Fish Canners Ltd. produziert jährlich 97 bis 105 Millionen Makrelendosen.

Zwei VARO Verpackungsanlagen mit ABB FlexPicker sorgen dafür, dass die Dosen regal- und verkaufsfertig gemacht werden.

Die Reihe der Makrelendosen scheint endlos, wenn man Saeby Fish Canners Ltd. südlich von Frederikshavn besucht. In der großen Verpackungshalle laufen die Dosen in hohem Tempo nebeneinander über die Förderbänder, bis sie eine nach der anderen – mit einer Bewegung, die das Auge kaum erfassen kann – von einem ABB FlexPicker aufgenommen und in Displaykartons gelegt werden.

Die Verpackungsanlage arbeitet so schnell, dass die fünf FlexPicker-Roboter in der Verpackungslinie bis zu 400 Dosen pro Minute handhaben können – und die danebenliegende Verpackungslinie schafft dasselbe. Im Laufe eines Tages werden daraus deutlich mehr als 350.000 Dosen oder rund 100 Millionen Dosen pro Jahr.

Pick-and-Place-Verpackungsanlage für komplexe Sortier- und Verpackungsaufgaben

VARO aus Hornslet bei Aarhus hat die beiden vollautomatischen Verpackungsanlagen für Saeby Fish Canners Ltd. entwickelt, produziert und geliefert. Die neueste Anlage wurde im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen.

„Unsere Pick-and-Place-Verpackungsanlagen mit ABB FlexPicker übernehmen komplexe Sortier- und Verpackungsaufgaben. Das System kann schnelle Wechsel zwischen Verpackungstypen, Verpackungs- und Palettiermustern handhaben. Es verarbeitet außerdem verschiedene Arten von Schalen und Kartons – einschließlich umweltfreundlicher Verpackungen ohne Klebstoff und Klebeband, die von immer mehr Supermarktketten nachgefragt werden“, erklärt Julia Geier Nielsen, Marketingleiterin bei VARO.

Automatische Verpackung von Makrelendosen mit Qualitätskontrolle und Palettierung

Bei Saeby Fish Canners Ltd. ist die Verpackungsanlage mit einer Röntgeneinheit ausgestattet, die Metall und andere Fremdkörper erkennt, bevor die Dosen zur Datumsbedruckung und zur Vision-Einheit weiterlaufen. Dort werden alle Dosen auf Abweichungen an der Dose selbst geprüft, zum Beispiel bei Artwork und Druckbild.

Anschließend laufen die Dosen mit hoher Geschwindigkeit weiter zur eigentlichen Verpackungseinheit. Hier sorgt ein Trayaufrichter dafür, dass die ABB FlexPicker kontinuierlich Kartons zur Verfügung haben, in die sie die Dosen einlegen können. Die Verpackung ist auf die Anlage optimiert und wurde in Zusammenarbeit mit dem Verpackungsunternehmen DS Smith und Saeby Fish Canners Ltd. entwickelt. Sie ist regal- und verkaufsfertig, sodass im Einzelhandel möglichst wenig manuelle Handhabung erforderlich ist.

Zum Schluss wird eine klebstofffreie Oberverpackung um die fertig gepackte Einheit gelegt, bevor ein Roboter den Displaykarton auf eine Transportpalette setzt. Wenn die Palette vollständig beladen ist, wird sie zur Folierung und anschließend in ein Zwischenlager transportiert.

„Die Dosen werden sieben Tage lang in einem Inkubationslager zurückgehalten, um sicherzustellen, dass sie korrekt sterilisiert sind“, erklärt Kent Christiansen, technischer Leiter bei Saeby Fish Canners Ltd. und verantwortlich für die Verpackungsanlage.

„Mit den Verpackungsrobotern in der Verpackung haben wir die Effizienz gesteigert und körperlich belastende, manuelle Arbeitsaufgaben entfernt. Darüber freuen sich unsere Mitarbeiter sehr. Stattdessen können sie sich auf andere Aufgaben konzentrieren – unter anderem darauf, die Roboter zu betreuen und Kartons in den Verpackungsstationen nachzufüllen“, sagt Kent Christiansen mit einem kleinen Lächeln.

Laufende Optimierung für eine stabile und flexible Produktion

Apropos Service hebt er besonders die Flexibilität von VARO hervor:

„VARO reagiert sofort und ist schnell vor Ort, wenn technische Unterstützung benötigt wird oder wenn einzelne Parameter feinjustiert oder angepasst werden müssen. Sie haben großes Verständnis und Respekt dafür, dass unsere Produktion gleichmäßig und kontinuierlich laufen muss. Deshalb werden die Anlagen laufend optimiert und nahezu darauf getrimmt, mehr zu leisten als erwartet.

Das ist auch notwendig, denn wir erleben eine steigende Zahl von Produkten für den Private-Label-Markt. Gleichzeitig müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes umstellungsbereit sein – und das sind wir mit den neuen Anlagen.“